Im Wald der Giganten

29 09 2010

Nach Las Vegas stand mit dem Sequoia National Park mal wieder Natur auf unserem Programm.
Mögt ihr Wälder? Ich auch.
Das, was sich uns hier an Wald und Bäumen präsentierte, war einfach nur grandios! (Ich weiß, ich wiederhole mich mit „grandios“, „riesig“ und anderen Worten der Superlative, aber es ist jedes Mal aufs Neue so…)

Auf in den Wald der Giganten

Von unserem Hotel aus hatten wir eine Strecke von circa 8 Meilen, bis wir den Eingang des National Parks erreichten. Den Eintritt von $20,- haben wir uns aufgrund des National Park Passes mal wieder sparen können. Nach einer weiteren Meile Fahrt haben wir dann erstmal Halt am Visitor Center gemacht, wo wir uns nach Tipps zum Wandern erkundigt haben. Die Dame dort hat uns dann gesagt, wo wir am besten starten sollten, wo es schöne Stellen am Fluss gibt und auch, dass es zur Zeit Strassenarbeiten gibt, die zur Folge haben, dass man nur jeweils zur vollen Stunde die Baustelle mit dem Auto passieren kann.
Bevor wir also tiefer in den Park fahren konnten, haben wir einige Meilen weiter eine kleine Wanderung runter zum Fluss gemacht. Noch bevor wir loswandern konnten, mussten wir unser Auto von allen Nahrungsmitteln befreien und in speziell dafür aufgestellte Metallboxen verstauen. Warum? Nun ja, es gibt dort wild lebende Bären, die ihren Hunger auch gerne Mal mit Nahrung aus den Autos der Touris stillen!
Als alles sicher verstaut war, ging es hinab zum Fluss. Das Wasser dort kommt direkt aus den zahlreichen Bergquellen und ist super sauber. An der Stelle, wo wir waren, hat sich das Wasser zwischen grossen Felsen zu einem kleinen Teich aufgestaut. Christoph hat es sich nicht nehmen lassen, im Adamskostüm ein spontanes Bad zu nehmen.

Abkühlung

Baden ist dort grundsätzlich erlaubt, jedoch nicht ganz ungefährlich. Je nach Wasserstand und Jahreszeit kann aus dem Flüsschen ein reissender Strom mit unberechenbaren Strudeln werden.

Weiter ging es mit dem Auto bergauf in den Park. An der Baustelle mussten wir noch etwa 10 Minuten warten. Auf dem Weg Richtung Gipfel wurden die Bäume immer dichter und vor allem auch dicker. Wir waren beeindruckt und das, obwohl dies erst der Anfang von dem war, was uns später noch erwarten würde…

Wurzelweibchen

Unser nächster Stop war am Museum, vor dem schon ein durchaus größeres Exemplar der Sequoia Bäume stand. Nicht der größte, aber dennoch schwerer als zwei voll beladene Jumbo Jets!

Sequoia Baum vor dem Musem

Im Museum gibt es weitere Grössenvergleiche, um sich die Ausmasse der Riesenbäume vorstellen zu können. So ist zum Beispiel der Stamm eines solchen Baumes so breit, dass er über drei Spuren eines Highways reichen würde oder so hoch, wie 21 ausgewachsene Elefanten.

Grössenvergleich Sequoia Baum

Grössenvergleich Sequoia Baum

Einfach riesig!

Weiter ging es zum Baum der Bäume, den General Sherman Tree. Vom Parkplatz aus erreicht man ihn nach rund 15 Minuten Fussmarsch. Schon auf dem Weg dorthin kommt man an zahlreichen Monsterbäumen vorbei bis man dann den Obergiganten erreicht. WOW!

Footprint Sherman Tree

Mit seinem Umfang von 33 Metern und einer Höhe von 84 Metern gilt der über 3200 Jahre alte Baum als das größte Lebewesen der Welt! Steht man davor, ist man von seiner Grösse einfach überwältigt!

Sherman Tree

Nach einer Pause sind wir von dort weiter durch den Wald gewandert. Wieder einmal fühlten wir uns verdammt klein zwischen all den Mammutbäumen. Die Stille im Wald war herrlich!

Allein unter Bäumen

Auffällig war, dass an vielen Stellen grossflächige Waldbrände aufgetreten sind. Wie ich später gelesen habe, wurden die Waldbrände früher penibel bekämpft, bis sich rausstellte, dass mit der Zeit keine jungen Sequioa Bäume mehr nachwuchsen. Als nach der Ursache gesucht wurde, stellte sich heraus, dass das Feuer Grundlage für neue Bäume dieser Art ist. Es schafft Platz auf dem Waldboden und öffnet durch seine Hitze die Zapfen der Bäume, sodass die Samen freigesetzt werden.

Alles etwas grösser als normal...

Den Sequoias schadet das Feuer aufgrund ihrer Grösse und dicken Rinde in den seltensten Fällen. Mittlerweile werden kontrollierte Waldbrände durchgeführt, um Lebensraum für die Bäume zu schaffen.

Beetle Rock

Bevor wir wieder Richtung Hotel gefahren sind, haben wir noch einen Schlenker zum Morro Rock gemacht, den wir dann noch erklommen sind. Von dort oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht über das Tal und die Berge der Sierra Nevada.

Ausblick über die Sierra Nevada

Auf dem Rückweg haben wir dann noch das gesehen, worauf jeder von uns insgeheim gehofft hatte: einen Schwarzbären!

Cheers,
Mitchy.

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3 responses

30 09 2010
Andrea Reiter

Hallo Mitchy,

super beschrieben, lese ich immer wieder gern.

Viele Grüße
Andrea

30 09 2010
Mitchy79

Danke für Deinen Kommentar, Andrea! Es hat uns auch viel Spass gemacht, euch mit den neuesten Infos unserer Tour zu versorgen.
Eure Kommentare waren ein grosser Ansporn für uns, denn es ist schön zu wissen, dass ihr mitlest und es euch gefällt!
Leider hat die Reise nun ein Ende. Morgen geht es wieder nach Deutschland. Die fehlenden Blogposts der letzten Tage liefern wir natürlich noch nach!

Liebe Grüsse,
Mitchy, Mone, Christoph und Daniela.

1 10 2010
Chrissi

Die Bäume sind ja wirklich gigantisch! Mir ist allerdings so, als ob der Mitchy ein Stückchen geschrumpft wäre….. 🙂

Kommt gut Heim, Leute!

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